MUSKOSKELETTALE REHABILITATION

Pathologie der Hüfte

 

Diese fallen in das breite Spektrum der möglichen Veränderungen des Hüftgelenks, wobei man allgemein zwischen degenerativen, entzündlichen, infektiösen den am häufigsten auftretenden traumatischen Veränderungen unterscheidet, mit den damit verbundenen speziellen Eingriffen wie der Osteosynthese und Einsatz einer Hüftprothese.

 

Die Rehabilitation von Patienten mit einer Hüfterkrankung beinhaltet eine Reihe verschiedener Behandlungen, je nach Primärerkrankung.

Die Behandlungspläne werden aufgrund der Informationen erstellt, die man in den klinischen und funktionalen Abklärungen im Rahmen des multidisziplinären Ansatzes erhält. Der ärztliche Dienst, die Physio- und Ergotherapien und die Rehabilitationspflege sind die Grundpfeiler, auf denen die Behandlung basiert.

 

Im Rahmen eines Therapieprojekts wird eine Reihe von Zielen als therapeutische Basis festgelegt; davon ausgehend können die involvierten Fachpersonen in einem gezielten Programm Prognosen hinsichtlich der Therapiedauer und auch hinsichtlich der erwarteten Resultate aufstellen.

 

Das Behandlungsprogramm umfasst spezielle Massnahmengebiete der verschiedenen Fachleute (Physiotherapeut, Ergotherapeut, Pfleger, Orthopädietechniker, Psychologe, Sozialarbeiter), die die kurz -oder mittelfristigen Ziele festlegen; diese werden nach einiger Zeit vom Team aktualisiert und durch die entsprechenden Skalen zur Ergebnismessung ausgedrückt, die die Fortschritte in dem Projekt überwachen und festhalten.

 

Wie jede Erkrankung, die zum Verlust oder Einschränkung beim aufrechten Stehen oder zu einer Gehbehinderung führt, müssen auch für Hüfterkrankungen Programme erstellt werden, die aktive Massnahmen zur Reduzierung der Gelenkstarre, der Abbauprozesse in der Muskelmasse und im Körperschema vorsehen; die Ziele sind die Linderung der Symptome, die schnelle Wiedererlangung der Funktionalitäten und die Wiedereingliederung des Patienten in das soziale Leben und ins Berufsleben.

 

Das therapeutische Vorgehen, das in der Regel zur Anwendung kommt, beinhaltet folgende Elemente:

  • Techniken zur passiven manuellen Mobilisierung, angewandt vom Therapeuten oder durch Einsatz von elektrischen Gehhilfen (Kinetech)
  • Haltungsübungen (für versteifte Gelenke bei starker Beeinträchtigung des Bewegungsradius) mit manueller Therapie oder durch Gewichte, die nach und nach an dem betroffenen Gelenk angebracht werden, oder durch verstellbare Orthesen.
  • Aktiver Muskelaufbau ohne Widerstand mit Überwachung der Bewegung durch einen Therapeuten.
  • Aktiv mit manuell vom Therapeuten ausgeübtem Widerstand oder mechanisch unter Einsatz von Gewichten, Bändern oder Wasser im Becken.
  • Funktionale Therapieübungen mit dem Ziel des schrittweisen Wiedererlernens der Alltagsverrichtungen durch den Patienten, durchgeführt in Ergotherapiessitzungen.
  • Gehtraining mit Unterstützung durch statische oder elektronische computergesteuerte Hilfsmittel (Gehgestell, Stöcke, Lokomat Gangorthese) und unter Aufsicht des Physiotherapeuten.
  • Training unter Einsatz verschiedener Techniken, individueller Gymnastikübungen oder Gruppengymnastik, Muskeltraining unter Einsatz von Geräten (ergonomisches Fahrrad, elektrisches Laufband) oder im Wasser (Hydrochinesitherapie).
  • Techniken zur manuellen Massage des Bindegewebes zur allgemeinen und lokalen Lockerung des Gewebes und zur Behebung von antalgischen Störungen, Lymphdrainage zur Ableitung von überschüssigen Flüssigkeiten über die Lymphbahnen.
  • Physiotherapie mit Einsatz von physikalischer Energie wie Wärme, elektrischem Strom, Ultraschall, Magnetfeldern zu Therapiezwecken; dabei werden therapeutische Effekte für ein weites Feld an Erkrankungen des muskoskelettalen Systems genutzt.

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