MUSKOSKELETTALE REHABILITATION

Komplexe Syndrome des Rückens

 

Charakteristisch für Rückenerkrankungen ist ein breites Spektrum an Faktoren, die sich auf das Gleichgewicht der einzelnen funktionalen Einheiten der Wirbelsäule auswirken; sehr häufig sind viele verschiedene degenerative, lokal entzündliche und systemische, immer häufiger auch traumatische Prozesse beteiligt; nicht zu vergessen das gleichzeitige Auftreten von psychologischen, sozialen Faktoren und solchen in Zusammenhang mit dem Lebensstil.

 

Die Rehabilitation von Patienten, die unter Rückenschmerzen leiden, umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsmethoden, je nach gesundheitlicher Verfassung des Patienten.

 

Die Behandlungspläne werden aufgrund der Informationen erstellt, die man in den klinischen und funktionalen Abklärungen im Rahmen des multidisziplinären Ansatzes erhält. Der ärztliche Dienst, die Physio- und Ergotherapien und die Rehabilitationspflege sind die Grundpfeiler, auf denen die Behandlung basiert.

 

Das Behandlungsprogramm umfasst die speziellen Massnahmengebiete der verschiedenen Fachleute (Physiotherapeut, Ergotherapeut, Pfleger, Orthopädietechniker, Psychologe, Sozialarbeiter), die die kurz -oder mittelfristigen Ziele festlegen; diese werden nach einiger Zeit vom Team aktualisiert und durch die entsprechenden Skalen zur Ergebnismessung ausgedrückt, die die Fortschritte in dem Projekt überwachen und festhalten.

 

Bei diesen Erkrankungen stellen die Schmerzen die Hauptbeeinträchtigung dar, mit dem damit verbundenen Verlust der Fähigkeit, aufrecht zu stehen und Gehbehinderungen.

Es müssen Programme ausgearbeitet werden, in denen sowohl aktive als auch passive Massnahmen vorgesehen sind, unter Einsatz spezieller Reha-Techniken für den Rücken. Mit diesen Massnahmen soll die korrekte Ausbalancierung der Muskeln erfolgen, die für die Stabilität der Wirbelsäule und dadurch für die Reduzierung der algischen Symptomatik wichtig ist, wodurch eine schnelle Wiedererlangung der Beweglichkeit und eine Wiedereingliederung des Patienten in das soziale Leben und in die Arbeitswelt ermöglicht wird.

 

Das therapeutische Vorgehen, das in der Regel zur Anwendung kommt, beinhaltet folgende Elemente:

 

  • Techniken zur Neuprogrammierung der Haltung im umfassenderen Rahmen des muskoskelettalen Systems und dessen Interaktionen zur Koordinierung der statischen und dynamischen Haltung des Gleichgewichts und zur motorischen Koordination.
  • Neurodynamische Techniken in Form eines Ansatzes zur passiven manuellen Mobilisierung des Nervengewebes und der nicht-neuralen Strukturen.
  • Techniken der Neurokognitiven Methode, in denen die korrekten Bewegungsabläufe durch Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den verschiedenen Körpergliedern erlernt werden, mit dem Ziel, die Fähigkeiten zum Aufbau der korrekten Bewegungsabläufe zu wiederherzustellen.
  • Techniken der Progressiven Muskelentspannung, mit ausgleichendem psychophysischem Ansatz.
  • Psychologische Techniken zur Emotionssteuerung zum Aufbau eines Dialogs zwischen Körper und Geist.
  • Aktiver Muskelaufbau ohne Widerstand mit Überwachung der Bewegung durch einen Therapeuten.
  • Aktiv mit manuell vom Therapeuten ausgeübtem Widerstand oder mechanisch unter Einsatz von Gewichten, Bändern oder Wasser im Becken.
  • Therapeutische Haltungsübungen mit dem Ziel des schrittweisen Wiedererlernens der Alltagsverrichtungen durch den Patienten, durchgeführt in Ergotherapiesitzungen und unter Einbeziehung der Aufklärung/Schulung des Patienten.
  • Gehtraining mit Unterstützung durch statische oder elektronische computergesteuerte Hilfsmittel (Gehgestell, Stöcke, Lokomat Gangorthese) und unter Aufsicht des Physiotherapeuten.
  • Krafttraining unter Einsatz verschiedener Techniken, individueller Gymnastikübungen oder Gruppengymnastik, Muskeltraining unter Einsatz von Geräten (Hometrainer, Laufband) oder im Wasser (Hydrochinesitherapie).
  • Techniken zur manuellen Massage des Bindegewebes zur allgemeinen und lokalen Lockerung des Gewebes und zur Behebung von antalgischen Störungen.
  • Hydrochinesitherapie mit integrierter Erfahrung der eigenen Körperwahrnehmung in entspanntem Zustand, in dem die verbliebenen motorischen Fähigkeiten beurteilt werden können, begünstigt von der Mikrogravitation.
  • Physiotherapie mit Einsatz von physikalischer Energie wie Wärme, elektrischem Strom, Ultraschall, Magnetfeldern zu Therapiezwecken; dabei werden therapeutische Effekte für ein weites Feld an Erkrankungen des muskoskelettalen Systems genutzt.

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